Neurosteroide: lebenslanger Einfluss auf die Gesundheit des Gehirns

Neurosteroide sind entscheidende Regulatoren der Gehirnfunktion und haben über die gesamte Lebensspanne hinweg tiefgreifende Auswirkungen auf die neurologische Entwicklung, die Emotionsregulation, die Kognition und die Stressresilienz. Neurosteroide werden endogen im Gehirn und in peripheren Geweben synthetisiert und modulieren neuronale Schaltkreise sowohl über genomische als auch über nicht-genomische Mechanismen. Dieser Übersichtsartikel fasst den aktuellen Wissensstand zu den Funktionen von Neurosteroiden von der fetalen Entwicklung bis hin zum fortgeschrittenen biologischen Altern zusammen und hebt dabei insbesondere ihre Rolle bei der neuronalen Plastizität, der synaptischen Modulation, der Myelinisierung und der Neurogenese hervor. Wir untersuchen, wie eine Dysregulation der Neurosteroide zu Stimmungs- und kognitiven Störungen beiträgt, und heben alters- und geschlechtsspezifische Veränderungen in der Neurosteroidsynthese hervor, die das Risiko beeinflussen können. Lebensstilfaktoren wie Ernährung, Bewegung und Achtsamkeit werden ebenfalls hinsichtlich ihrer Fähigkeit untersucht, die Neurosteroidogenese zu modulieren und die Gehirngesundheit zu fördern. Durch die Zusammenführung von Erkenntnissen aus verschiedenen Entwicklungsstadien und physiologischen Zuständen unterstreichen wir die funktionellen Rollen von Neurosteroiden als Modulatoren emotionaler und kognitiver Zustände über die gesamte Lebensspanne hinweg und plädieren für eine eingehendere Untersuchung von Neurosteroid-basierten Interventionen für verschiedene Indikationen und über die gesamte Lebensspanne hinweg.

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